Nach dem Essen kommt irgendwann das
unvermeidliche, der Stuhlgang. Auch das kann ein
Problem sein (Sitzverbot). Wer nicht lange Arme
hat und selbst dran kann, braucht
Hilfe beim abwischen. Das kann natürlich der
Partner sein, was einfach gesagt die sauberste
Lösung ist. Es gibt aber auch im Fachhandel
Abwisch-Hilfen. Diese sollen, so habe ich mir
sagen lassen (ich habe lange Arme), sehr gewöhnungsbedürftig
sein. Vielleicht macht es einen Sinn schon vorher
in einem Fachgeschäft um Beratung zu bitten. In
Apotheken gibt es außerdem Papiertücher, ca. 40x40
cm groß, die auch nass sehr reißfest sind (nicht
in der Toilette entsorgen, Verstopfungsgefahr).
Des weiteren sind Toilettenbürsten meist nur mit
einem kurzen Griff ausgestattet und die längeren
sind sehr teuer. Abhilfe schafft ein normaler
Leichtmetall-Stil, der meist sogar im Supermarkt
(Reinigungsmittel-Abteilung) erhältlich ist.
Eine normale Toilettenbürste wird in das offene
Ende des Stiles gesteckt, das dann mit einer
Zange oder einem Schraubstock zugedrückt wird.
Damit kann man dann demjenigen, der einem
freundlicher Weise hilft, einiges ersparen. Na ja
nicht immer, aber immer öfter.
Sinnvoll ist auch, trotz des Sitzverbotes, eine
Toilettensitzerhöhung. Diese Erhöhung dient nur
als Spritzschutz beim Toilettengang und ist oft
sehr sinnvoll.
Wie ich anfangs schon erwähnte, bekommt man die
helfende Hand schon in der Klinik. Außerdem habe
ich bei der Entlassung ein Rezept für ein
elektrisches Krankenbett bekommen. Wegen des
Sitzverbotes ist man auf eine, dem Körper
angepasste Höhe angewiesen, um sich hinlegen zu
können. Der Ort dieses Bettes ist nicht ganz
unwichtig, da man sich auch wenn Besuch da ist
gelegentlich hinlegen muss. Daher wurde mein Bett
im Wohnzimmer aufgebaut, sodass ich auch dann im
Geschehen blieb und mich nicht mitten im Gespräch
verabschieden musste, wenn ich nicht mehr stehen
konnte.
Die anderen Hilfsmittel, wie die Toilettensitzerhöhung
oder auch einen in der Höhe verstellbaren
Beistelltisch für das Krankenbett, muss der
Hausarzt verordnen.
Auch ist wichtig, mit dem Hausarzt und eventuell
sogar dem Orthopäden über Hausbesuche zu
sprechen, die vielleicht erforderlich sind.
Alles, was nicht auf den eigenen Beinen erreicht
werden kann, muss warten bis man wieder sitzen
darf, was ca. nach einem Jahr der Fall sein wird.
Aber auch dann muss man sich erst wieder an das
Sitzen gewöhnen, so dass es nicht gleich möglich
sein wird, längere Strecken zu fahren und sei es
nur als Beifahrer. |
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